Als Friedrich Merz am vergangenen Sonntag ins Bett geht, ist er sicher, dass seine alte Rivalin am nächsten Morgen den Rückzug vom Parteivorsitz erklären wird. Er hat die Ergebnisse der Landtagswahl in Hessen vor dem Fernseher verfolgt. Die CDU ist um elf Prozentpunkte eingebrochen.

Merz ist lange genug im politischen Geschäft gewesen, um zu wissen, dass Merkel so nicht weitermachen kann. Seit Tagen haben seine alten Weggefährten in der CDU ihn ermutigt und gedrängt. Jetzt ist die Lage da, der Moment, auf den sie alle 18 Jahre lang gewartet haben: das Ende von Merkel als CDU-Vorsitzender.

So kommt es dann auch.

Angela Merkels Ankündigung, auf dem Parteitag im Dezember nicht mehr als Vorsitzende zu kandidieren, hat eine Dynamik freigesetzt, die die Architektur der Berliner Republik in Sekundenschnelle verschiebt. In der CDU ist der schon länger schwelende Kampf um ihre Nachfolge offen entbrannt. 18 Jahre lang war die innerparteiliche Demokratie stillgelegt, nun werben gleich mehrere Kandidaten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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