SPIEGEL: Am Sonntag wurde in Berlin auf offener Straße der stadtbekannte Gangster Nidal R. erschossen. Tobt ein Bandenkrieg in der Hauptstadt?

Stork: Von einem Krieg würde ich noch nicht sprechen. Aber wir registrieren, dass in letzter Zeit Auseinandersetzungen innerhalb des OK-Milieus immer offener ausgetragen werden. Ich kann nicht ausschließen, dass die Gewalt weiter eskaliert. Die Lage ist angespannt.

SPIEGEL: Inwieweit wird die Organisierte Kriminalität in Berlin von sogenannten arabischen Familienclans kontrolliert?

Stork: Straftäter, deren Familien vor allem aus dem Libanon stammen, spielen hier sicherlich eine bedeutende Rolle. Aber auch deutsche, russische, vietnamesische und türkische OK-Strukturen sind nach wie vor aktiv. Weniger offen zutage tritt derzeit die Rockerkriminalität.

SPIEGEL: Wie viele dieser "arabischen Clans" gibt es in der Hauptstadt?

Stork: Uns sind mehr als zehn Großfamilien bekannt, die kriminelle Strukturen aufweisen und bei denen einzelne Mitglieder immer wieder

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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