An einem Tag im Januar kurvte eine 32-Tonnen-Walze über ein ehemaliges Bahngelände in Witten. Stundenlang passierte nichts Ungewöhnliches bei der Erdreichverdichtung, doch dann tat sich unter dem Gewicht und Dauergerüttel des Baufahrzeugs der Boden auf. Das Gefährt sackte mit lautem Rums hinab und ragte danach aus einer etwa einen Meter tiefen Erdspalte heraus. Der Fahrer blieb unverletzt, die Walze konnte nahezu intakt aus der misslichen Lage befreit werden.

Der Vorfall im zukünftigen Gewerbegebiet endete glimpflich, und er brachte etwas ans Licht, was zugleich Sensation und Skandal ist. Anders als alte Akten und Voruntersuchungen vermuten ließen, verbargen sich auf dem Gelände Überreste der Steinhauser Hütte, eines der größten ehemaligen Stahlwerke des Ruhrgebiets.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2018.
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