Gibt es in der ukrainischen Geschichte einen ähnlichen Fall wie den des 20 Stunden lang für tot erklärten Journalisten Arkadij Babtschenko? 

Nein, sieht man einmal ab von Alexander Uspenski, Geheimdienstgeneral und ukrainischer Innenminister unter Josef Stalin. Der wurde 1938 nach Moskau befohlen, und weil er eine Verhaftung befürchtete, inszenierte er seinen Tod. In der neueren Zeit aber ist der Fall Babtschenko beispiellos, und deswegen wird er Folgen haben – für das russisch-ukrainische Verhältnis und die Glaubwürdigkeit der Führung in Kiew.

Am Dienstagabend gegen 20 Uhr hatte die Nachricht Kiew erreicht, der russische Journalist Arkadij Babtschenko sei erschossen worden. Babtschenko war einer der bekanntesten Schreiber der Stadt, erst im vergangenen Jahr war der scharfe Putin-Kritiker aus Moskau in die Ukraine geflüchtet. Doch am Tag nach der Todesnachricht stellte sich heraus, dass der ukrainische Geheimdienst den Mord fingiert hatte, um ein angebliches Mordkomplott der Russen auffliegen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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