Nassehi, 58, lehrt Soziologie an der Universität München und ist Herausgeber der Zeitschrift "Kursbuch". In den vergangenen Jahren hat er sich immer wieder mit der neuen Rechten beschäftigt, unter anderem veröffentlichte er einen Briefwechsel mit dem rechten Verleger Götz Kubitschek.

SPIEGEL: Herr Professor Nassehi, man liest so viel über den Aufstieg der neuen Rechten. Wie sieht es im universitären Milieu aus, sind die ersten Vertreter der Bewegung schon in die Hörsäle vorgedrungen?

Nassehi: Bei uns Soziologen sind sie jedenfalls noch nicht aufgetaucht. Es gab wohl mal den Versuch, an der Ludwig-Maximilians-Universität eine AfD-Hochschulgruppe zu gründen, aber das wurde verhindert. Es ist ja überhaupt ein interessanter Widerspruch, dass die Rechte derzeit medial viel präsenter ist, als man sie dann wirklich sieht.

SPIEGEL: Dennoch ist man links der Mitte in großer Unruhe. Es reicht schon, dass ein rechter Kleinverlag einen Stand bei der Buchmesse anmeldet, und alle, angefangen bei der Messeleitung,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 2/2019.
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