Er war kein Mensch. Er war ein Maschinengewehr. So hat ihn ein junger Kollege bei der Zeitung beschrieben. Das war Ende der Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts in Berlin, im Ullstein-Haus. Koestler, 1905 in Budapest geboren, Jude, in Baden bei Wien aufgewachsen und von dort aus in die Welt aufgebrochen, hatte kurz zuvor einige Jahre in Palästina verbracht, in einem Kibbuz gearbeitet, sich für einen Judenstaat eingesetzt, arabische Limonade verkauft, mittellos am Strand von Tel Aviv geschlafen und erste Texte für Zeitungen des Ullstein-Verlags geschrieben. Er war schnell, arrogant, kämpferisch, blitzklug, aufbrausend, neugierig, schrieb Texte als Waffe und konnte rasend schnell die Denkrichtung wechseln. Damals schon. Und sein Leben fing da gerade erst an.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
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