Im Januar 2012 wurde Nimrod Reitman an der New York University zur Promotion angenommen. Es gab auch andere Angebote, von Yale oder Stanford etwa. Doch Reitman wollte an die New York University, denn dort lehrte Professor Ronell an der Fakultät für Deutsche Literatur und Komparatistik. Ronell, so würde Reitman es später in einer Klageschrift vor Gericht angeben, sei "ein Superstar in der akademischen Welt", unzählige Bücher, Vorträge auf der ganzen Welt.

Schon bevor das Semester begann, traf sich Reitman mit Professor Ronell in Paris, dort verbrachten sie eine Nacht zusammen. Doch Reitmans Traum, mit einem so international renommierten Forscher zu arbeiten, entpuppte sich, so steht es zumindest in der Klageschrift, als eine mehr als dreijährige Qual aus unaufhörlicher, nicht nachlassender sexueller Belästigung, aus sexuellen Übergriffen und Stalking: "Über die gesamte Zeit an der NYU hinweg hat Ronell Reitman betatscht, begrapscht, geliebkost und geküsst (ohne Einverständnis) und verlangt,

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar

Zusätzlich sichern Sie sich mit einer Bestellung Zugriff zu allen Inhalten der aktuellen Exklusivserie „Football Leaks“ über Hinterzimmergeschäfte und schmutzige Deals im Spitzenfußball.

Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2018.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!