Die Rettung der deutschen Nation sollte am 1. März 2017 eingeläutet werden, im "Wirtshaus zur Marienburg", am Stadtrand von München. An jenem Mittwoch traf der Diplomkaufmann Ernst Knut Stahl, 74, zwei Gäste zum Mittagessen: einen Journalisten vom Bayerischen Rundfunk, der das Gespräch für Stahl organisiert hatte. Und einen Verleger, der eigens nach München gereist war.

Stahl legt Wert auf Diskretion. Es gibt kaum öffentliche Fotos von ihm, genauso wenig wie von seinem Chef, dem Milliardär August von Finck junior, 88. Stahl ist der Geschäftsführer der finckschen Vermögensverwaltung und damit so etwas wie die rechte Hand des Barons.

Der Verleger, bekannt für seine merkelkritischen Positionen, hatte keine Ahnung, was ihn bei dem Mittagessen erwarten würde. Als die drei Herren Platz genommen hatten, eröffnete Stahl das Gespräch mit einem Vortrag über die politische Lage im Land: "Gefahr ist im Verzug", soll Stahl gesagt haben. "Es gibt da so einen Straßenzug in New York, da sitzen lauter Investmentbanker,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 48/2018.
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