Im Innenministerium hatten sie kein schlechtes Gefühl, als der neue Staatssekretär einzog. Stephan Mayer, 44, genoss den Ruf, ein Mann vom Fach zu sein. Ein Jurist, wie so viele Beamte im Haus. Dazu lange innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Ein Politiker, der gern betont, dass man sich in Deutschland an "Recht und Gesetz" halten müsse.

Umso überraschter waren die Beamten, wie der CSU-Politiker dann in ihrem Ressort agierte. In der Affäre um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) fiel Mayer als miserabler Krisenmanager auf, der seinem Chef Horst Seehofer wichtige Informationen vorenthielt. In der ARD-Sendung "Anne Will" kam Mayer am Sonntag ins Schwitzen, als er versuchte, sich zu rechtfertigen.

Doch nicht nur in der Bamf-Affäre gerät Seehofers Staatssekretär in Erklärungsnot. Im Bundesinnenministerium (BMI) wundern sich einige Beamte über seinen selbstherrlichen Führungsstil. Mayer wollte eine Vertraute mit aller Macht im Ministerium unterbringen, nutzte das Ressort

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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