Sabbat ist vorüber, Tag sieben im jüdischen Wochenkalender, Tag der Ruhe, Tag der geistigen Erneuerung. Die Nacht zum 24. August bricht an, an diesem Tag wird dem heiligen Bartholomäus gedacht, einem der zwölf Apostel, der auf schreckliche Weise den Märtyrertod starb. Kaum etwas deutet darauf hin, dass diese Nacht in Köln eine Blutorgie stattfinden wird, die das jahrhundertelange Nebeneinander christlicher und jüdischer Gläubiger in der Stadt am Rhein jäh beenden wird.

Köln ist damals eine der größten Metropolen Europas. Mehr als 40.000 Menschen leben hier im Sommer des Jahres 1349 - auch 750 Juden, mindestens. Ihr Viertel liegt mitten im Zentrum und gehört zur Pfarrei St. Laurenz, ein geschlossenes Viertel, doch kein Getto. Mauern und Tore sollen es gegen Attacken schützen, der Stadtbote öffnet sie morgens und verschließt sie abends wieder. Dafür zahlen ihm die Juden einen Haufen Geld.

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