Wenn Matthias Meyr Klassenarbeiten korrigieren will, geht er oft in ein nahe gelegenes Café. Zu Hause ist wenig Platz. In dem Zimmer, wo früher sein Schreibtisch stand, wickelt der Deutschlehrer jetzt seine elf Monate alte Tochter oder singt der Dreijährigen Gutenachtlieder vor. Und den kleinen Arbeitsplatz im Schlafzimmer braucht seine Frau, die an einer Grundschule unterrichtet.

So suchen die Meyrs nun Ersatz für ihre zu klein gewordene Dreizimmerwohnung im Berliner Stadtteil Schöneberg. Nur ergeht es ihnen dabei wie vielen anderen Familien in diesen Tagen: Bezahlbare Mietwohnungen sind kaum zu bekommen, und ein Häuschen oder eine Eigentumswohnung, wie das Lehrerehepaar sie sucht, verkaufen Makler nur zu Fantasiepreisen. "Der Markt", sagt Meyr, "ist einfach völlig aus den Fugen."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
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