Die Young Fathers klingen wie Gospelsänger, die lange in einer Kirche eingesperrt waren - und nun in die Freiheit entlassen worden sind: in eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten, aber auch der vielen Wahrheiten und Konflikte. Sie singen über Identität und Macht, Gewalt und Krieg, Liebe und Sex. Und immer wieder über Gott und den Teufel.

Es ist die Musik zweifelnder junger Männer, ein Weißer und zwei Schwarze, eine schottische Popgruppe in der digital zerfaserten Postmoderne. Kritikern gilt sie als "die interessanteste neuere Band im englischsprachigen Raum", und entsprechend stolz war Stefanie Carp, die neue Intendantin der Ruhrtriennale, als sie die Young Fathers für ein Konzert gewinnen konnte. In einer Jubelmeldung teilten die Macher des im August beginnenden Festivals mit, deren Musik lasse sich "in keine Schublade stecken".

Die politische Einstellung der Bandmitglieder eventuell schon - in die unterste Schublade, die mit den Antisemiten. Ob dies zu Recht geschieht oder nicht, ist

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
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