Zuerst mutet sie ihnen nur ihre Stimme zu. Ihre Stimme muss reichen, sie ist noch fast die alte, normal tief, ruhig, überlegt, schweizerdeutscher Dialekt. "Ich habe", sagt die Stimme via Skype-Telefonat mit ausgewählten Mitarbeitern, "eine gute Nachricht." Erst mal die Angst nehmen, findet sie. Ihre Mitarbeiter sollen nicht denken, der Chef habe Krebs oder "er will sich davonmachen".

Sie sitzt am Pool in Kalifornien, als sie diesen Satz sagt, aber das verschweigt sie. Für die Angestellten ist sie im viermonatigen Sabbatical, diese Information muss reichen. Sie verschweigt auch, dass sie furchtbar nervös ist, wie ihre Nachricht wohl aufgenommen wird. Und dass sie dieses Telefonat wieder und wieder durchgesprochen und geprobt hat, mit einer Trainerin, wochenlang.

Sie holt tief Luft, klickt auf das Kamerasymbol, es poppt ein Videobild von ihr auf, dazu liest sie einen Text.

"Ich war ein Mann", beginnt der Text. "Jetzt lebe ich als Frau und als nichts anderes. Ich freue mich, den Übergang während

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 54/2018.
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