Alfred Rasch entschied sich gegen all das, was eine Beerdigung üblicherweise ausmacht. Er wollte keine Rede, kein Gebet, keine Blumen und Kerzen, keinen Grabstein mit seinem Namen darauf. Und auch kein Grab.

An einem kühlen Frühjahrsmorgen erfüllt sich Raschs letzter Wille auf dem Waldfriedhof Lauheide bei Münster. Seine Ehefrau Helga und sein Sohn Siegfried stehen Hand in Hand neben dem Aschestreufeld, einer Grasfläche, so groß wie ein Volleyballfeld, umrahmt von Bäumen. Ein Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung bringt die schwarze Urne mit den Überresten. "Wenn Sie dann so weit sind, fange ich an", sagt er. Der Sohn nickt.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2018.
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