Das Drama besteht aus drei Akten, bisher. Es spielt am nördlichen Rand von Berlin und könnte "Drei Schwestern" heißen. Vielleicht kommen weitere Akte hinzu, niemand weiß es, manche befürchten es. In dem Stück geht es um das Schicksal von Neugeborenen, und es geht um eine Mutter, die nicht so handelt, wie Mütter üblicherweise handeln. Als Nebendarsteller fungieren ratlose Polizisten, die mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommen, und schemenhafte Gestalten, über deren Rolle noch keine Klarheit besteht.

Erster Akt, Emma

Mittwoch, 2. September 2015, 20.45 Uhr: An der Bushaltestelle Lindenberger Weg Süd im Bezirk Pankow entdecken Passanten ein Baby. Das Mädchen, das auf einer Sitzschale im Wartehäuschen liegt, ist nur mit einem Strampelanzug und einem Jäckchen bekleidet. Auf dem Strampler steht: "Klitzeklein".

Der Fundort ist offenbar nicht zufällig gewählt, die Haltestelle liegt direkt am Helios-Klinikum, einem mächtigen Krankenhaus-Komplex mit großer Geburtshilfestation. Hier werden jährlich

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
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