Beate Hammett war schon eine alte Dame, als sie aus Sydney nach Berlin kam, zum ersten Mal seit 1939. "Ich war überwältigt. Es war nicht so wie in meiner Erinnerung", erzählt die 92-Jährige am Telefon. "Die Atmosphäre ist jetzt ganz anders als damals: viel freier, jugendlicher und moderner."

Mit ihrer Gastgeberin ging sie am Landwehrkanal in Kreuzberg spazieren, wo sie als kleines Mädchen gewohnt hatte. Und wo einst eine Synagoge stand, die ihr Vater, der jüdische Architekt Alexander Beer, 1916 erbaut hatte. In der Reichspogromnacht 1938 hatte Beer mit angesehen, wie seine Synagoge am Landwehrkanal zerstört wurde. Beer wurde gezwungen, die Trümmer mit abzuräumen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 32/2018.
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