Maria Hilbrandt hat ihr Berufsleben in der Verwaltung der Hamburg-Mannheimer Versicherung verbracht. Für die Produkte der Assekuranzen hegte sie schon von Berufs wegen Sympathien. Vor mehr als zwei Jahrzehnten hat die heute 67-Jährige ihre erste Betriebsrente über ihren Arbeitgeber abgeschlossen, eine sogenannte Direktversicherung. Damals war sie überzeugt, dass das eine gute Sache sei. Die Policen wurden von der Steuer gefördert, die Einmalauszahlungen zu Rentenbeginn sollten von Sozialabgaben befreit sein. So jedenfalls hatte es der Gesetzgeber damals versprochen.

Doch als Hilbrandt im Jahr 2016 ihre Betriebsrente ausgezahlt bekam, erhielt sie Post von ihrer Krankenkasse. Sie müsse auf die Summe den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag leisten, gestaffelt über zehn Jahre, hieß es da. Insgesamt voraussichtlich rund 20.000 Euro. "Als ich das gelesen habe, bin ich fast ohnmächtig geworden", sagt Hilbrandt. Für sie ist jeder Cent wichtig. Weil sie wegen eines Krebsleidens frühzeitig

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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