Am 23. Oktober 1995 gaben der russische Präsident Boris Jelzin und sein amerikanischer Gastgeber Bill Clinton in Hyde Park im US-Bundesstaat New York eine Pressekonferenz. Jelzin machte sich lustig über die Journalisten. Sie hätten geschrieben, der amerikanisch-russische Gipfel würde scheitern, nun habe sich gezeigt, nicht der Gipfel, sondern die Journalisten seien "ein Desaster". Ein müder Scherz.

Aber Clinton prustete los wie ein Oberschüler. Er hielt sich den Bauch vor Lachen, Tränen liefen ihm über das Gesicht. Da wurde auch Jelzins Grinsen immer breiter, auch er fing an zu kichern und wischte sich schließlich eine Träne aus dem Auge. Die Botschaft an die Welt: Die mächtigsten Männer der Welt verstehen sich glänzend, zwischen Russland und Amerika läuft es bestens.

Gut 20 Jahre liegt das Treffen zurück, und die Aufnahmen wirken wie aus einem fernen Jahrhundert. Denn heute herrscht ein neuer kalter Krieg zwischen Russland und dem Westen, und vielerorts diskutieren Wissenschaftler, Journalisten,

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