Ackermann, 55, wuchs in Nickenich nahe Koblenz auf. Er studierte Katholische Theologie und Philosophie in Trier, wurde 1987 zum Priester geweiht und bildete jahrelang junge Männer zu Seelsorgern aus. Seit 2009 ist Ackermann Bischof in Trier, 2010 wurde er zum Missbrauchsbeauftragten der Bischofskonferenz ernannt. Zum Gespräch empfängt er in seinem Bischofshof aus dem 18. Jahrhundert. Er steht unter Zeitdruck, weil er im Anschluss zu einer Firmung in die Eifel muss.

SPIEGEL: Herr Bischof Ackermann, wann haben Sie zum ersten Mal etwas von sexuellem Missbrauch in der Kirche gehört?

Ackermann: Das war in den Neunzigerjahren, als ich stellvertretender Leiter am Trierer Priesterseminar war. Damals gab es hier in der Stadt ein Gerichtsverfahren gegen einen Priester, der eine Person sexuell missbraucht hatte. Darüber wurde im Seminar natürlich gesprochen. Aber ich war damit nicht direkt befasst und hielt es für einen Einzelfall.

SPIEGEL: Kommende Woche geht es beim "Ständigen Rat" der Deutschen Bischofskonferenz

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 47/2018.
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