Gerade hatte Robert Francis Kennedy, der kleine Bruder des 1963 ermordeten Präsidenten John F., die Vorwahlen von Kalifornien für sich entschieden. Auch wenn er im Rennen um die Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten noch hinter Vizepräsident Hubert Humphrey lag, schien sich das Blatt zu wenden: Charisma und Nimbus der Kennedys ließen seine Chancen auf das Weiße Haus steigen. Doch als der Senator nach seiner Siegesrede durch einen Küchengang des Ambassador-Hotels in Los Angeles zur Pressekonferenz eilte, beendeten die Schüsse eines 24-jährigen Attentäters kurz nach Mitternacht am 5. Juni 1968 die Hoffnungen auf einen Wahlsieg. Von drei der acht abgefeuerten Kugeln getroffen, verlor Kennedy rasch das Bewusstsein, gut 25 Stunden später vermeldete sein Pressechef den nächsten gewaltsamen Tod in der Kennedy-Familie.

"Was ist das für ein Land?", soll Präsident Lyndon B. Johnson gestammelt haben. Es waren ja nicht nur die beiden Kennedys: 1965 war der afroamerikanische Bürgerrechtler

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
FOTOS: UPI / PICTURE-ALLIANCE / DPAKURT EPPLERALAMY / MAURITIUS IMAGES

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