Von oben sieht die Zerstörung aus wie Fischgräten. "Erst bauen die Holzfäller eine Straße für die Traktoren, dann schlagen sie links und rechts Abzweigungen in den Wald, um die Bäume abzutransportieren", sagt Adriano Karipuna, Häuptling vom Stamm der Karipuna im brasilianischen Amazonasgebiet.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat den Indigenen Satellitenfotos zur Verfügung gestellt. Ihr Schutzgebiet ist auf den Fotos als länglicher grüner Fleck zu erkennen, 153 000 Hektar zumeist ursprünglichen Regenwalds. Ringsherum sieht man helle Flächen, es sind Rinderfarmen und Sojafelder. Von ihren Rändern schieben sich grätengleiche Feldwege ins Indianergebiet.

"Wenn die Invasoren das Holz herausgeholt haben, teilen sie unser Land in Parzellen auf und verkaufen es", sagt Karipuna. Der 32-Jährige trägt Jeans und T-Shirt; er steht im Büro der Indigenenhilfsorganisation Cimi in Porto Velho, der Hauptstadt des Amazonas-Bundesstaats Rondônia.

Der helle Raum ist mit Fotos von Menschen verschiedener Ethnien

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2019.
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