Nicht länger als fünf Minuten am Tag wollte sich Jean-Claude Juncker dem Brexit widmen, so hatte es der Kommissionschef immer wieder angekündigt. Das Signal, das Juncker setzen wollte, war eindeutig: Mögen sich die Briten auch verabschieden, die Geschäfte der EU gehen weiter. Der Plan, so viel kann man heute sagen, ist nicht aufgegangen. Die Frage, wie sich der Schaden des britischen Austritts begrenzen lässt, bestimmt die Tagesordnung in Brüssel mehr als jedes Zukunftsprojekt der Union. So wie es derzeit aussieht, ist kein Ende in Sicht.

Die dramatische Niederlage Theresa Mays bei der Abstimmung über das Austrittsabkommen hat deutlich gemacht, dass die britische Regierung auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein wird, einen Konsens darüber herzustellen, auf welche Weise die Briten die EU verlassen wollen. Mays Ansage, sie werde nun mit der Opposition eine Einigung suchen, klingt wie Hohn. Man muss sich das vorstellen: Eine Premierministerin, die kein Problem damit hatte, ihre Kollegen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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