Im Jahr 1936 erscheint in der Schweiz eine kleine Gedichtsammlung. Geschrieben von Erich Kästner. Sie trägt den Titel Doktor Kästners Lyrische Hausapotheke. Und im Vorwort erklärt Kästner ihre Notwendigkeit so: "Wer Kopfweh hat, nimmt Pyramidon. Wer an Magendrücken leidet, schluckt doppeltkohlensaures Natron." Aber was tun bei Einsamkeit? Bei Trauer? Bei Liebeskummer? "Was nützen dem, dessen Ehe zerbricht, lauwarme Umschläge? Was soll er mit einem Heizkissen anfangen?"

Was stattdessen hilft? Lesen. Davon ist Kästner überzeugt.
Denn Literatur kann zwar keine Trennung rückgängig machen und nicht das Smartphone endlich klingeln lassen. Sie kann keine Seelenverwandten herbeizaubern und keinen Betrug verhindern. Aber Literatur kann, das wusste auch Kästner genau, ein bisschen Therapie sein. Und einem bei Liebeskummer helfen, wieder auf die Beine zu kommen. So wie es diese drei Bücher tun.

Eine Handreichung für die ersten, wackligen Schritte.

Der erste Schritt: den Liebeskummer verstehen

Die Soziologin Eva Illouz fragt in ihrem neuen Buch, warum Liebe endet, und weiß mehr Gründe, als ihren Lesern lieb sein kann.

Ein neues Buch von Eva Illouz ist immer eine bemerkenswerte Erfahrung. Wie niemand anderes im Feld der Gesellschaftsdiagnostik zielt sie auf Herz und Kopf zugleich: Romantische Gefühle und deren Ausdruck sind ihr favorisiertes Thema, die Techniken, mit denen sie diese seziert, entnimmt sie der Soziologie, ihr Material aber sucht sie vor allem im Alltagsleben ihrer Leserinnen und Leser.

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