Den rheinischen Humor hat sich Wolfgang Holz bewahrt. Auch wenn er von der "Monstertrasse" spricht, die durch seinen Heimatort Hürth führen soll. Drei Stromleitungen sind es heute schon, und sie laufen nah an den Wohnhäusern vorbei. "Da haste das Gefühl, du könntest die Wäsche dran aufhängen."

Aber es soll noch schlimmer kommen. "Die Dinger sollen auf 80 Meter erhöht werden", sagt Holz. An der Spitze will der Netzbetreiber Amprion drei weitere Kabel verlegen. In ihnen soll Gleichstrom fließen, mit einer Spannung von 380 000 Volt. Der 67-jährige Betriebswirt Holz fürchtet, dass sich Staubpartikel rund um die Leitung elektromagnetisch aufladen würden. "Ionisierte Partikel verursachen Leukämie", sagt Holz, als wäre es eine Gewissheit und nicht die Hypothese weniger Wissenschaftler.

Aber die Angst sitzt tief, und deshalb will Wolfgang Holz mit seiner Initiative "Hürth gegen Hochspannung" am kommenden Mittwoch protestieren, wenn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen Nachbarort besucht.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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