Beim Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden, genauer: in der Abteilung für Schwere und Organisierte Kriminalität, herrscht Hochstimmung. Die sonst eher nüchternen Beamten erinnern ein bisschen an Kinder, die glauben, einen Schatz gefunden zu haben, und die darauf brennen, ihn zu zeigen.

Tatsächlich liegt auf den Computern der deutschen Fahnder seit Kurzem ein gigantischer Datenbestand. Es sind Kundeninformationen internationaler Treuhänder, Kanzleien und Banken. Diese Kunden nutzten Konten in Steueroasen und Konstrukte, die üblicherweise bei Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Üblerem helfen. Teile dieser Informationen machten in den vergangenen Jahren Schlagzeilen als Panama und Paradise Papers, als Swiss und Offshore Leaks. Unter Federführung der "Süddeutschen Zeitung" hatte ein Journalistenkonsortium große Datenmengen ausgewertet und Machenschaften von Politikern, Wirtschaftsbossen und Prominenten aufgedeckt. Den Kriminalisten in Wiesbaden geht es nun darum, all jene zu verfolgen, die sich

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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