SPIEGEL: Herr Klaußner, Sie sind als Schauspieler sehr erfolgreich, Sie arbeiten als Regisseur und treten mit Musikprogrammen auf. Nun haben Sie einen Roman geschrieben. Beschleicht Sie eigentlich manchmal die Sorge, dass Kunst vergebens sein könnte?

Klaußner: Im Gegenteil, ich halte die Kunst für das ergiebigste von allen Feldern der menschlichen Betätigung. Sie ist viel haltbarer als die Politik. Und die Religion – und zwar jede Religion – halte ich ohnehin für dringend ablösungsbedürftig. Durch die Kunst. Eines muss ich für mich persönlich allerdings ausschließen: Zeichnen und Malen. Kein Talent.

SPIEGEL: Wie sind Sie aufs Schreiben gekommen?

Klaußner: Über das Lesen. Bis ich – halb unbewusst, halb bewusst – mir gesagt habe: genug gelesen, jetzt wird geschrieben. Ich hatte viele Schreibprojekte im Kopf, bei jedem Kneipenbesuch, der möglicherweise auch mal einsam an der Theke endete, entwarf ich mannigfaltige Projekte, die aber oft über Synapsenblitze nicht hinausgingen.

SPIEGEL: Nun legen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 36/2018.
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