Als der Joint zum ersten Mal kreiste, ließ Patrick ihn noch vorüberziehen. Haschisch und Marihuana, das hatte er gehört, könnten einem furchtbar zusetzen. Und so neugierig der Teenager war: Das Risiko suchte er nicht. Dann sah er die gelösten Gesichter der Freunde und griff am Ende doch zu. Es wurde ein lustiger Moment nach Schulschluss im Park – bis die Jungen wieder ihre Taschen schulterten, weil zu Hause die ahnungslosen Mütter mit dem Essen warteten.

"Leider hatte mir niemand gesagt, dass Cannabis einem das Leben ruinieren kann", sagt Patrick Focken heute, acht Jahre später, mit Mitte zwanzig. Der junge Mann, der anonym bleiben möchte und einen anderen Namen trägt, sitzt dem leitenden Arzt der Bonner Tagesklinik "Im Wingert" gegenüber. Vier Monate lang hat die Krankenkasse dem suchtkranken Patienten zugestanden, um zwischen hellen Möbeln, Goldfischteich und einer sanft hügeligen Wiese einen Alltag wiederzufinden, den er ohne Joints bewältigt.

Mit Liebeskummer fing es an, "da kiffte ich

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 43/2018.
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