Dass Jens Spahn kein Freund der Kanzlerin ist, hat er schon häufiger unter Beweis gestellt. Vor vier Jahren kandidierte er für das CDU-Präsidium, obwohl Merkel lieber ihren früheren Generalsekretär Hermann Gröhe in dem Gremium gesehen hätte. Spahn blieb hart, Gröhe verzichtete am Ende auf eine Kandidatur.

Vor anderthalb Jahren fügte Spahn Merkel auf einem CDU-Parteitag eine ihrer größten Niederlagen zu. Er plädierte für eine Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft, gegen den ausdrücklichen Willen der Kanzlerin. Eine knappe Mehrheit der Delegierten folgte dem.

In der Flüchtlingskrise zählte Spahn zu den schärfsten innerparteilichen Kritikern Merkels. Nach der vergangenen Bundestagswahl setzten er und seine Mitstreiter die geschwächte Kanzlerin so unter Druck, dass ihr schließlich keine andere Wahl blieb, als ihn zum Gesundheitsminister zu berufen. Falls sie geglaubt hatte, er werde nun Ruhe geben, sah sich Merkel getäuscht.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
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