Jede Nacht das Gleiche: Gegen zwei Uhr wacht Michael Brumme mit stechendem Kopfweh auf. Schlaftrunken tappt der 48-Jährige dann ins Wohnzimmer, zieht sich den braunen Ledersessel heran, setzt sich die Sauerstoffmaske auf und dreht das Ventil der weißen Metallflasche auf. Mit leichtem Zischen entweicht das pure Gas. Die nächsten 20 Minuten atmet Brumme reinen Sauerstoff ein, langsam schwinden die Schmerzen.

Der hochgewachsene Berliner leidet unter Cluster-Kopfschmerzen, bis zu drei Attacken täglich erlebt er. "Das ist der schlimmste Kopfschmerz, den man sich vorstellen kann", erzählt er. "Es fühlt sich jedes Mal an, als ob sich ein heißes Schwert durch mein rechtes Auge bohrt."

Als er davon hörte, dass an der Charité ein neuartiges Medikament gegen Cluster-Kopfschmerz getestet wurde, wollte er unbedingt dabei sein. Und es klappte tatsächlich: Im Januar 2018 startete die Studie; Brumme war Proband Nummer eins. Alle vier Wochen injizierte ihm die Studienärztin die durchsichtige Flüssigkeit mit

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 6/2018.
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