In einem Pariser Hinterhof nicht weit vom Arc de Triomphe residiert der legendäre Musikverlag Les Éditions Raoul Breton. Dort wird französisches Kulturgut verwaltet. An den Wänden hängen signierte Fotos und Goldene Schallplatten von Charles Trenet über Édith Piaf bis Gilbert Bécaud. Der letzte und vielleicht größte Vertreter dieser Generation ist der Besitzer des Verlags: Charles Aznavour. Der 94-Jährige empfängt mit sanftem Händedruck, wie immer in Eile. Die Lieder für ein neues Album sind fertig, eine weitere Tournee ist geplant. Von einem Assistenten lässt er sich Hörgerät und Taschentuch reichen. Seine Augen sind wach und listig. Es gibt keine Frage, die er noch nicht gehört hätte.

SPIEGEL: Monsieur Aznavour, Sie haben mehr als 800 Lieder komponiert. Wann sind alle Lieder geschrieben, alle Geschichten erzählt?

Aznavour: Niemals. Das ist nicht möglich. Wenn nicht im Alltag, dann begegnen uns doch im Fernsehen, im Radio oder in der Presse Dinge, die uns bewegen. Für mein nächstes Album

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
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