Denn auch dort gibt es kuriose Fundsachen, die einen Schlüssel zum Verständnis unserer Gegenwart darstellen. Das ist in jener Kolumne der Fall, die Harald Martenstein im "Tagesspiegel" dem Mord in Chemnitz und den sich daran anschließenden Protesten gewidmet hat. Der Autor hat viel Verständnis für diese Proteste und warnt davor, überall Rechtsradikale zu sehen. So weit, so erwartbar, es ist klassischer Martenstein.

Doch die letzten Sätze sind besonders. Sie kommen nach einer im Kontext überraschenden Diskussion des Falls des sogenannten Bin-Laden-Leibwächters Sami A. und der banalen Einsicht, dass man "Gesetze auch ändern kann". Dann folgt: "Demnächst wird zum Beispiel ein drittes Geschlecht im Geburtsregister zugelassen. Das ist richtig. Man sollte, im Rahmen des Möglichen, die Menschen aber auch vor Messerangriffen schützen."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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