SPIEGEL: Herr Müller, Ihre Staatsanwaltschaft und die Polizei haben kürzlich Luxuswagen vor einem Jobcenter in Duisburg beschlagnahmt, die Aktion stand im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen kriminelle Clans. Woher wussten Sie, dass sich dieser Einsatz lohnen könnte?

Müller: Wir hatten Hinweise bekommen. Man sagte uns, dass immer wieder Leute, die Termine beim Jobcenter haben, mit hochkarätigen Autos vorfahren würden. Arbeitslos sein und dabei einen teuren Wagen fahren? Da denkt man: Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen.

SPIEGEL: Was war Ihr Verdacht?

Müller: Dass es hier Sozialbetrug gibt. Wer Hartz IV bekommt, darf ein Auto im Wert von 7500 Euro besitzen, das ist die Grenze. Ist der Wagen mehr wert, wird er auf das Vermögen angerechnet und muss womöglich verkauft werden. In den Anträgen, die man beim Jobcenter stellt, muss man das natürlich angeben.

SPIEGEL: Sie haben sich dann vor dem Jobcenter auf die Lauer gelegt?

Müller: Wir wählten für die erste Kontrolle einen Tag Anfang September,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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