Am Westberg ist von der Blütezeit Crimmitschaus noch eine ganze Menge zu spüren. An den Hängen oberhalb der westsächsischen Kleinstadt stehen prächtige Villen aus der Gründerzeit. Jugendstil-Kleinode sind zu entdecken, mächtige Neoklassizismus-Ungetüme mit Erkern, Säulen und Türmchen glotzen hinter schmiedeeisernen Zäunen aus dressierten Parkanlagen hervor. Ganze Straßenzüge entlang, hektarweise bourgeoise Architektur aus der Kaiserzeit. Es war damals eines der größten zusammenhängenden Villenviertel Deutschlands.

Als die Häuser entstanden, trug Crimmitschau den Beinamen "die Stadt der 100 Schornsteine" und hatte die höchste Millionärsdichte im Deutschen Reich. Hier war im Kaiserreich das Zentrum der deutschen Textilindustrie – es war ein wichtiger und reicher Wirtschaftsstandort. Am Ende des 19. Jahrhunderts war der Ort in der Nähe von Zwickau so bekannt wie heute die Autostädte Sindelfingen oder Ingolstadt.

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