Interessanter als das, was ein Politiker sagt, ist manchmal das, worüber er schweigt. Markus Söder steht im voll besetzten Bierzelt in Anger im Berchtesgadener Land, der Regen tropft auf das Dach, knapp 1500 Leute lauschen dem bayerischen Ministerpräsidenten. Söder redet über die Flüchtlinge, den Stolz der Bayern und das Chaos überall sonst, ab und an setzt er eine Pointe, die er mit einem meckernden Lachen unterstreicht.

Zwei Personen spielen an diesem Montag keine Rolle, das verwundert dann doch ein wenig. Es sind die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Innenminister Horst Seehofer. Die Kernfrage sei jetzt: "Bleiben wir so, oder werden wir wie Berlin?", sagt Söder. Stabilität oder Chaos, das soll die neue Wahlkampfbotschaft werden. Merkel und Seehofer scheinen eher für Chaos zu stehen.

Die Rückbesinnung auf Bayern ist für einen CSU-Ministerpräsidenten nichts Ungewöhnliches. Auch Söders Vorgänger haben gern auf die Bundespolitik geschimpft, wenn

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2018.
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