Die berühmte Schauspielerin, die Politikerin werden will, steht inmitten einer Traube aus Menschen in der South Bronx, die Sonne brennt, es gibt keinen Schatten. Sie trägt einen blauen Bleistiftrock, schwarze Nylonstrümpfe und High Heels. Die Traube um sie herum besteht zu einem Teil aus Menschen, die selbst gebastelte Pappschilder gegen Wuchermieten in die Höhe halten ("The rent is too damn high"). Der andere Teil sind Journalisten, die das Bild der Schauspielerin mit den Hilfe suchenden Bewohnern der Bronx in die Welt tragen sollen.

Die Schauspielerin heißt Cynthia Nixon, in der weltbekannten New Yorker Frauenserie "Sex and the City" hat sie Miranda gespielt, eine anfangs erfolgreiche, etwas zynische Powerfrau, wie das damals hieß, im Manhattan der Jahrtausendwende. In New York kennt fast jeder sie in dieser Rolle, Miranda klebte jahrelang als Reklame für die Serie an den New Yorker Bussen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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