Am Montagabend schickt ein Bekannter ein Foto per WhatsApp. Er ist mit dem Kreuzfahrtschiff "AidaLuna" unterwegs nach Kanada zu seiner Tochter, Reisebeginn war Ende August in Hamburg.

Das Bild zeigt ihn mit dem Sänger Daniel Küblböck, auch er einer der 2000 "Aida"-Passagiere. Es wurde aufgenommen in einer Bar auf dem Schiff, Küblböck lacht in die Kamera. Eines dieser typischen "Schau mal, ich hab einen Promi getroffen"-Fotos.

Küblböck, 33, trägt die Haare hochgesteckt, Ohrringe, Lippenstift und ein Kleid mit Leopardenfellmuster, die Nägel rot lackiert. Der Bekannte schreibt: "Habe mich auch angeregt mit ihm 'ihr' (er nannte sich Jana Kaiser) unterhalten."

Es ist unangenehm, das Foto anzusehen. Nicht weil man etwas gegen Männer in Frauenkleidern hätte. Sondern weil es Fragen stellt: Was für ein Mensch schaut einen da an? Deutet etwas auf das hin, was danach geschah? Man fühlt sich als Voyeur. Und findet keine Antwort.

Als das Bild versendet wird, ist Küblböck nicht mehr an Bord, vielleicht schon

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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