Isabel Schnabel ist Professorin für Finanzmarktökonomie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Wirtschaftsweise"). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bankenregulierung und systemische Finanzkrisen.    

SPIEGEL: Derzeit wird viel über eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank diskutiert. Halten Sie einen solchen Schritt für eine gute Idee?

Schnabel: Das ist zunächst einmal eine betriebswirtschaftliche Entscheidung und es lässt sich von außen schlecht beurteilen, wie groß die Kostenersparnisse bei so einer Fusion wären. Man kann natürlich Filialen schließen und spart dadurch Geld. Aber so ein Fusionsprozess ist auch sehr teuer und langwierig. Das wissen wir aus früheren Beispielen. Auf kurze und mittlere Sicht ist das meist eine sehr große Belastung.

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