Miller, 72, ist Professor für Politische Theorie in Oxford. In seinem jüngsten Buch, "Fremde in unserer Mitte", lotet er die Gebote und Grenzen der Einwanderungspolitik unter den Grundsätzen der Gerechtigkeit aus.

SPIEGEL: Mr Miller, der Streit um das Asylrecht hat nicht nur die Europäische Union, sondern auch die Bundesregierung und sogar die CDU/CSU an den Rand der Spaltung geführt. Ist die Flüchtlingsproblematik moralisch unlösbar?

Miller: Diese Zerrissenheit zeigt, dass die Flüchtlingskrise politisch kaum zu beherrschen ist. Sie ist zweifellos auch moralisch quälend. Moralisch unlösbar ist sie aber nicht. Ich wünschte mir, dass die EU es schaffen würde, ein System der Zuweisung und Verteilung von Flüchtlingen an die Mitgliedstaaten zu vereinbaren, das nach fairen und für alle gleichen Kriterien funktioniert.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
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