Wer an einer Depression erkrankt, macht dafür meist Schicksalsschläge verantwortlich: zu viel Stress, die Trennung vom Partner oder erbliche Einflüsse. Was viele nicht wissen: Das Seelenleiden könnte auch die Nebenwirkung eines Medikaments sein. Zu den riskanten Substanzen gehören so massenhaft verabreichte Mittel wie die Antibabypille, Magensäure- und Betablocker oder das Prostatamedikament Finasterid.

Eine Gruppe US-amerikanischer Forscher hat jetzt mehr als 26.000 Teilnehmer eines Gesundheitssurveys auf Medikamentenkonsum und Symptome einer Depression untersucht. Erschreckender Befund: Mehr als jeder Dritte nahm Medikamente ein, die eine Depression auslösen können. Je mehr solcher Mittel gleichzeitig geschluckt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden. Schon bei einem Medikament erhöht sich das Depressionsrisiko signifikant; bei zwei Medikamenten verdoppelt es sich.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!