Der Klimawandel ist irre langweilig. Sehr wenig Action, die Handlung ist total zerstreut und der Plot ist vorhersehbar. Auch das Gerede über den Klimawandel ist unspannend. Es stellt ein lästiges Grundrauschen dar, ein paar Titelgeschichten im Hochsommer, wenn die Wiesen im Stadtpark braun statt grün und unsere Rücken von getrocknetem Schweiß klebrig sind. Dann merkt die Menschheit kurz: Es ist ganz schön heiß.

Der Rest des Jahres, wenn die Temperaturen keine akute Bedrohung für Grill-Partys und Zugreisen darstellen, gehört das Thema aber den Öko-Spinnern, den Tofu-Spielverderbern, den weltfremden Vergnügungsfeinden, die von den lässigen Kids in ihren Stadt-SUVs nur belächelt werden. Der Klimawandel ist nicht cool, und die, die sich um ihn kümmern, sind noch uncooler. Imagetechnisch kommt der Umweltschützer einfach schlecht weg, er will die Flugreisen verbieten, und die Grillpartys, und die Avocados. All den Spaß, den wir jetzt haben, damit unsere Kinder ihn nicht mehr haben müssen.

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FOTO: dpa

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