Ich habe vier Geschwister, das ist eine Menge für einen Angehörigen der Generation X. Meine Eltern aber, echte Babyboomer, sind in Größtfamilien aufgewachsen, sechs Geschwister hatte meine Mutter, mein Vater sagenhafte zwölf.

Das Bild des mit rotbackigen Bälgern lückenlos bevölkerten Familientischs gehörte im Westen bis in die Siebzigerjahre zur Folklore, im Fernsehen liefen "Die Waltons" (sieben Kinder), und Heinz Erhardt spielte in der gleichnamigen Komödie einen "Witwer mit fünf Töchtern".

Als verlorenes, falsches Ideal wirkt diese Vorstellung bis heute nach, in Zeiten von Eins-Komma-irgendwas-Fertilität, und man denkt ganz generell: Früher war mehr Fortpflanzung.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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