"Ich bin Ingenieur, Herr Doktor",
antwortete Hans Castorp mit bescheidener Würde.

"Ah, Ingenieur ..." 
Thomas Mann: "Der Zauberberg" (1924)

Raphael Kiesel würde anecken, das war klar, Kiesel war nervös. Der junge Mann stand am Pult im Hörsaal der Technischen Universität Berlin, vor ihm die Professoren, die meisten Ingenieur wie er, aber eine Generation älter. Kiesel, Jahrgang 1991, bat um Verständnis für das, was er zu sagen habe. Dann legte er los.

Kiesel sprach im März auf einem Kongress zur Qualität der Ingenieursausbildung, ein schlanker, junger Mann, der etwas vom Rock-'n'-Roller Buddy Holly hat, wenn er über das Horngestell blickt. Er erzählte, dass er in Aachen Wirtschaftsingenieur mit Fachrichtung Maschinenbau studiert habe und nun dort am Fraunhofer-Institut arbeite. Und er berichtete, was ihm einst widerfahren war, als er Kontakt mit der Unternehmenswelt hatte, erstmals überhaupt.

Die Leute hätten von "MongoDB" und "SQL" geredet, von den Vor- und Nachteilen solcher Datenbanksysteme.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar

Zusätzlich sichern Sie sich mit einer Bestellung Zugriff zu allen Inhalten der aktuellen Exklusivserie „Football Leaks“ über Hinterzimmergeschäfte und schmutzige Deals im Spitzenfußball.

Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!