Zwei Wochen bevor die deutsche Nationalmannschaft in der Hitze von Kasan kollabierte, saß Toni Kroos in einem Konferenzraum in Moskau und kaute auf seiner Unterlippe.

Über hundert Journalisten hatten sich im Medienzentrum des Deutschen Fußball-Bundes in Watutinki versammelt, sie guckten ernst und wollten wissen, wie das Team, das in vielen Testspielen vor der Weltmeisterschaft in Russland einen miserablen Eindruck hinterlassen hatte, eigentlich den Titel verteidigen wolle.

Kroos fiel keine Erklärung ein, er sagte, Deutschland werde da sein, wenn es darauf ankomme. Dann hauchte er kaum hörbar den Satz hinterher: "Es ist doch nur Fußball."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
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