Der Grindwal, der halb tot in einem Kanal zwischen Thailand und Malaysia trieb, hatte keine Chance mehr. Nach tagelangem Siechtum sammelte er noch einmal letzte Kräfte und erbrach fünf Plastiktüten. Dann starb er.

Die Nachricht über das tote Tier schaffte es im Juni vergangenen Jahres sogar in deutsche Zeitungen. Unter der Rubrik "Vermischtes" wurde über die acht Kilogramm Plastikmüll berichtet, die sich im Magen des Wals angesammelt hatten. Staaten wie Thailand und Malaysia, hieß es mitunter, bekämen das Problem mit dem Kunststoffabfall nicht in den Griff.

Doch so einfach ist die Sache nicht.

Wer die Küste etwas weiter nach Süden fährt, unterhalb von Kuala Lumpur in den Fluss Sungai Langat einbiegt und nach ein paar Kilometern den säuerlichen Geruch der wilden Müllhalden in Ufernähe wahrnimmt, der ahnt, warum. In der Nähe eines Dorfes namens Jenjarom stapelt sich auf über einem Hektar deutscher, britischer und spanischer Abfall. Greenpeace-Rechercheure haben die Depots vor drei Monaten entdeckt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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