Man kann über das jüngste Vorhaben von Arbeitsminister Hubertus Heil vieles sagen, nur eines nicht: Der "soziale Arbeitsmarkt" ist keines der vielen Wählergeschenke für die Mittelschicht – anders als etwa die Mütterrente oder das Baukindergeld. Es ist eines der wenigen Projekte der Großen Koalition für Menschen am unteren Rand der Gesellschaft, die keine Stimme in der Politik haben, weil viele von ihnen längst nicht mehr wählen gehen.

Bis 2022 sollen die Jobcenter vier Milliarden Euro bekommen, um bis zu 150 000 Langzeitarbeitslosen wieder eine Beschäftigung zu geben. Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance mehr haben.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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