Man kann über das jüngste Vorhaben von Arbeitsminister Hubertus Heil vieles sagen, nur eines nicht: Der "soziale Arbeitsmarkt" ist keines der vielen Wählergeschenke für die Mittelschicht – anders als etwa die Mütterrente oder das Baukindergeld. Es ist eines der wenigen Projekte der Großen Koalition für Menschen am unteren Rand der Gesellschaft, die keine Stimme in der Politik haben, weil viele von ihnen längst nicht mehr wählen gehen.

Bis 2022 sollen die Jobcenter vier Milliarden Euro bekommen, um bis zu 150 000 Langzeitarbeitslosen wieder eine Beschäftigung zu geben. Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance mehr haben.

Auf den ersten Blick scheint es paradox. Der Arbeitsmarkt boomt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Firmen suchen händeringend Arbeitskräfte. Und es sind nicht nur die gut Ausgebildeten, die profitieren: Seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen halbiert, und sie sinkt weiter.

Warum also ein sozialer Arbeitsmarkt?

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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