Dreht Christian Kehrer dem Aktenstapel auf seinem Schreibtisch den Rücken zu, hat er die Probleme seiner Stadt direkt vor Augen.

Wenn der Bürgermeister aus dem Fenster seines Amtszimmers blickt, schaut er auf das Eiscafé Lido. Geschlossen. Hinter dem herabgelassenen Metallgitter steht im Eingang noch ein brauner Plastiksessel.

Geht er aus seinem Rathaus auf die Straße, sieht Kehrer auf die leere Brauerei Schmucker mit dem verwitterten Transparent "Vermietung/Verkauf". 50 Meter weiter steht an der Hauptstraße das Kaufhaus Knoll, von dem niemand mehr auf Anhieb weiß, ob es nun seit 10, 12 oder schon 15 Jahren leersteht. Unten, am hinteren Eingang, hängt ein gelbes, handgeschriebenes Schild: "Kein Pissoir. Achtung! Videoüberwacht".

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2018.
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