Jede Zeit hat, was Kriminalität betrifft, ihre Modedelikte. Heute ist die Angst vor Hauseinbrüchen populär, in den Achtzigern war der Drogenmissbrauch eine beliebte Volkssorge. Zu den Verbrechen von gestern gehört auch der Diebstahl von Kraftwagen: Einst schwer angesagt, heute marginalisiert. 1977 empörte sich etwa die "Stuttgarter Zeitung" darüber, dass "jeder zweite Autodiebstahl von einem Jugendlichen ausgeführt wird", und war überzeugt, dass sich in den Zahlen "eine soziale und gesellschaftliche Katastrophe ankündigt". Ein "Kuratorium zur Bekämpfung von Wohlstandskriminalität" wurde gegründet, und eine Fernsehsendung fragte, schon 1969, ob "die Deutschen ein Volk von Dieben" geworden seien – eine angenehm selbstkritische Fragestellung, heute glaubt das Volk ja eher, Diebstahl sei das exklusive Privileg "osteuropäischer Banden". Die Kraftfahrzeugkriminalität in Deutschland kannte zwei Blütezeiten: Nach dem Wirtschaftswunder, nach der Wiedervereinigung. Abgesehen davon lässt sich die

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