Patrick Graichen ist Direktor des ThinkTanks Agora Energiewende. 

SPIEGEL: Deutschland steigt in den nächsten vier Jahren komplett aus der Atomkraft aus. Danach soll sogleich das Ende der Kohleverstromung beginnen. Übernimmt sich das Land damit nicht?

Graichen: Nein, weil das im Prinzip ein aufeinander folgender Prozess ist. Wir können beim Kohleausstieg schon einen Anfang ab dem Jahre 2020 setzen. Klar ist aber auch, dass er sich bis nach 2030 ziehen wird.

SPIEGEL: Und das soll gehen, ohne dass es zu Engpässen in der Versorgung oder gar Blackouts kommt?

Graichen: Die Versorgungssicherheit hat oberste Priorität. Deshalb müssen wir nach dem Kohleausstieg genügend Gaskraftwerke zur Verfügung haben, die einspringen können, wenn Flaute herrscht und die Sonne nicht scheint. Dafür müssen wir wohl auch neue Gasmotoren bauen. Der Unterschied zu früher ist aber: Wir bauen keine riesigen Kraftwerke mehr, sondern kleine, flexible Module.

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