Der blonde Engel, den man so nannte, weil er das flachshelle Haar lang trug und mit viel Fußballtalent gesegnet war, hatte früh geheiratet, mit 19, und seine Frau, sechs Jahre älter als Bernd Schuster, trat den üblichen Rollenzuschreibungen entgegen, öffentlich und kämpferisch. "Kochen, Kinder kriegen, Klappe halten – so ist das Ideal der Frau eines Fußballstars."

Das wollte Gaby Schuster nicht sein, sie war der Gegenentwurf. Die erste Spielerfrau der Bundesliga, die ihren Ehemann managte, die seine Millionenverträge aushandelte, seine Pressesprecherin war, sein Leben prägte. Sie wusste, wie das in der männerdominierten Fußballwelt ankam: "Ich bin das böse Weib und er nur eine Marionette." Dabei lag die Arbeitsteilung zwischen ihm, dem naiven Profi, und ihr, der resoluten Frau, doch so nah: "Man spart den Manager ein und hat zehn Prozent mehr auf dem Konto."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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