Wenn es einen Preis gäbe für öffentliche Buße, Robert Habeck wäre ein Aspirant. Der Chef der Grünen hat vieles richtig gemacht in den vergangenen Monaten, sonst stünde die Partei in den Umfragen nicht so blendend da. Nun, da er sich in einem Video verrannt hat, zeigt Habeck, dass er auch die Kunst der Selbstanklage beherrscht. "Das Video war bescheuert, da müssen wir gar nicht drüber reden", sagt er am Donnerstagmorgen, er ist unterwegs zwischen zwei Terminen im Norden, die Telefonleitung ist etwas wackelig, aber er will doch noch klarstellen, wie sehr es ihn ärgert, dass nun wieder dieses Bild einer Partei entsteht, die vom Hochsitz der Moral auf die Republik blickt.

Es war kein schöner Start in ein Jahr, in dem drei Landtage in Ostdeutschland neu gewählt werden, außerdem das Europaparlament in Straßburg und die Bremer Bürgerschaft. Habeck wurde Opfer eines üblen Hackerangriffes. Aber wie konnte er auf die Idee kommen, die Wahl in Thüringen in dem Video zu einer Existenzfrage für die Demokratie

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2019.
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